Ratgeber
Was kostet Online-Terminbuchung für ein Kosmetikstudio?
Stand: Juli 2026
Reine Buchungssysteme beginnen bei 12 bis 17 € monatlich — dieser Einstiegspreis setzt bei mehreren Anbietern jährliche Zahlung voraus. Beauty-Komplettsysteme mit Kasse und Marketing setzen dagegen bei rund 50 € netto an. Im Kosmetikstudio entscheidet aber selten der Grundpreis: Sobald Sie eine Anzahlung verlangen oder eine zweite Kabine getrennt buchbar machen wollen, wechseln Sie bei den meisten Anbietern in den nächsthöheren Tarif. Unser Preis liegt bei 99 € pro Monat als Festpreis, dazu einmalig 290 € für die Einrichtung — die entfällt, wenn Sie die Terminbuchung zusammen mit einem Website-Paket buchen. Anzahlung und getrennt buchbare Kabinen bietet unser eigenes System allerdings nicht; welche Funktionen es abdeckt, steht weiter unten.
Was die Anbieter für den Einstieg aufrufen
Jede Zahl unten steht öffentlich auf der Preisseite des jeweiligen Anbieters; wir haben sie am 26. Juli 2026 abgerufen. Direkt vergleichbar sind die Beträge trotzdem nicht, weil dahinter sehr unterschiedlicher Leistungsumfang steckt — deshalb die dritte Spalte.
| Anbieter | Einstieg laut Preisseite | Was der Einstiegspreis abdeckt |
|---|---|---|
| SimplyBook.me | Gratis-Tarif 0 €; Basis 11,90 € im Monat bei jährlicher Abrechnung, monatlich 13,90 € | Der Gratis-Tarif deckt 50 Buchungen im Monat und einen Anbieter ab, Basis 100 Buchungen und fünf Anbieter |
| cituro | Basic 19 € im Monat, bei jährlicher Zahlung 17 € (netto) | Enthalten ist ein buchbarer Kalender; jeder weitere kostet je nach Tarifstufe unterschiedlich viel — im Basic-Tarif 5 € monatlich (4 € bei jährlicher Zahlung), im Standard-Tarif 6 €. Online-Bezahlung und Gutscheine beginnen im Standard-Tarif bei 29 € bzw. 25 € |
| Shore | Booking 59,90 € im Monat, bei jährlicher Zahlung 49,90 € (zzgl. 19 % MwSt.) | Online-Kalender, Buchung über Website, Google und Instagram, Kundenmanagement, Erinnerungen, Vorabzahlung via Karte möglich |
| MDE Digital | 99 € im Monat, einmalig 290 € für die Einrichtung — bei gleichzeitiger Website-Buchung ohne Berechnung | Keine Tarifstufen: Mitarbeiterinnen, Einwirkzeiten und die Zahl der Termine wirken sich nicht auf den Preis aus. Eine Zahlungsfunktion und eine getrennte Kabinenplanung gehören nicht dazu |
Zwei Fußnoten gehören zwingend dazu. Erstens die Steuer: Bei cituro und Shore sind das Nettobeträge, auf die noch 19 % obendrauf kommen — aus 59,90 € im Shore-Booking-Tarif werden so rund 71 € brutto im Monat. Wir dagegen weisen keine Umsatzsteuer aus (Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG), unser Betrag ist zugleich der Rechnungsbetrag. Zweitens die Zahlweise: Wo zwei Beträge stehen, gilt der niedrigere nur bei Vorauszahlung fürs ganze Jahr.
Der Kostentreiber im Studio sind die Funktionen, nicht die Termine
Ein Kosmetikstudio bucht selten viele hundert Termine im Monat — dafür sind die einzelnen Behandlungen lang und wertvoll. Genau deshalb wollen die meisten Studios zwei Dinge, die in den Einstiegstarifen häufig fehlen: eine Anzahlung bei der Buchung und getrennt buchbare Kabinen oder Geräte.
Rechnen wir das mit den Listenpreisen durch: Bei cituro gehören Online-Bezahlung und Gutscheine zum Standard-Tarif, also 29 € monatlich statt 19 €; eine zweite Kabine als eigener buchbarer Kalender schlägt dort mit weiteren 6 € zu Buche. Summe: 35 € netto und damit knapp 42 € brutto. Bei Shore ist die Vorabzahlung per Karte laut Preisseite schon im Booking-Tarif enthalten, der dafür bei 59,90 € netto beginnt. Beide Wege sind legitim — nur landet man je nach Studio eben nicht beim beworbenen Einstiegspreis, sondern bei rund 40 bis 70 € brutto im Monat (nach den Listenpreisen gerechnet).
Fünf Dinge, die ein Kalender im Kosmetikstudio können muss
- Eigene Dauer je Behandlung: Wimpern auffüllen dauert 45 Minuten, eine Gesichtsbehandlung mit Ampulle und Maske zwei Stunden. Ein System mit Einheitsdauer verplant Ihnen den Tag.
- Einwirkzeiten abbilden: Während die Maske einwirkt, ist die Kabine belegt, Sie selbst aber frei. Wer das nicht trennen kann, verschenkt an jedem vollen Tag eine halbe Behandlung.
- Kabine oder Gerät als eigene Ressource: Zwei Kosmetikerinnen und ein Gerät für Microneedling heißt: Der Kalender muss beides gleichzeitig prüfen, sonst stehen zwei Termine vor demselben Apparat.
- Vor- und Nachbereitung: Kabine reinigen, Geräte desinfizieren, Handtücher wechseln. Diese Minuten gehören in den Kalender, nicht in Ihre Pause.
- Anzahlung bei langen Terminen: Ob Sie eine verlangen, ist Ihre Entscheidung — technisch braucht es dafür eine Zahlungsfunktion, und die ist bei mehreren Anbietern an einen höheren Tarif gebunden.
Was unser System leistet — und was es nicht ist
Damit hier keine falsche Erwartung entsteht: Von den fünf Punkten oben deckt MDE Booking drei ab. Eigene Dauer je Behandlung, Einwirkzeiten mit freiem Zwischenfenster und Nachbereitungszeit sind eingebaut, dazu Warteliste, Kundenkartei, Erinnerungen und Newsletter. Was es nicht gibt: eine Zahlungsfunktion. Anzahlung, Online-Vorkasse und Gutscheinverkauf sind bei uns nicht möglich. Und geplant wird nach Mitarbeiterinnen, nicht nach Räumen — eine Kabine oder ein Gerät lässt sich nicht als eigene, getrennt buchbare Ressource führen. Wenn Ihr Studio auf eines von beidem angewiesen ist, ist ein Anbieter mit Zahlungs- und Ressourcenmodul die richtige Wahl, und wir sagen das im Erstgespräch auch so.
Was ein ausgefallener 90-Minuten-Termin wirklich kostet
Wenn eine Kundin nicht erscheint, verlieren Sie nicht den Behandlungspreis, sondern das, was nach Material und Produktverbrauch davon übrig bleibt — den Deckungsbeitrag. Das ist die einzige Zahl, mit der sich seriös rechnen lässt, und sie kennt nur Ihr Betrieb.
Ein frei gewähltes Rechenbeispiel, das Sie bitte durch Ihre eigenen Zahlen ersetzen: Angenommen, eine 90-Minuten-Behandlung kostet 85 € und verbraucht 15 € Material, dann bleiben 70 € Deckungsbeitrag. Aufs Jahr gerechnet ergeben unsere 99 € genau 1.188 €, im Startjahr kommen die 290 € Einrichtung dazu — macht 1.478 €. Nach dieser Beispielrechnung müsste das System also rund 21 zusätzliche Behandlungen im ersten Jahr bringen, danach 17 — knapp zwei im Monat. Ob das realistisch ist, hängt an einer einzigen Frage: Wie viele Anfragen erreichen Sie heute nicht, weil Sie während einer Behandlung nicht ans Telefon gehen können?
Der zweite Effekt lässt sich schlechter beziffern: Termine, die schlicht vergessen werden. Automatische Erinnerungen ein bis zwei Tage vorher holen einen Teil davon zurück, und eine Warteliste füllt kurzfristig frei gewordene Zeitfenster — im Kosmetikstudio sind das die teuersten Lücken, weil sie 60 bis 120 Minuten lang sind.
Instagram bringt die Anfrage, der Kalender macht den Termin daraus
Kosmetikstudios gewinnen einen großen Teil ihrer Neukundschaft über Bilder — und verlieren sie danach in der Direktnachricht. Zwischen „Hast du Donnerstag was frei?" und einem festen Termin liegen oft sechs Nachrichten, von denen Sie die Hälfte abends nach Feierabend tippen. Ein Buchungslink im Profil beendet das. SimplyBook.me nennt dafür Buchungen über Facebook und Instagram, Shore nennt Buchung über Website, Google und Instagram; bei uns steht der Link im Profil, im Google-Unternehmensprofil und auf Ihrer Website. Wie eine Studio-Website mit Buchung bei uns aussieht, zeigt die Seite Website für Kosmetik- und Nagelstudios.
Der Fall, in dem sich die Rechnung dreht
Viele Studios kommen zur Terminbuchung, weil die Website ohnehin überfällig ist oder weil es bisher nur ein Instagram-Profil gibt. Dann sieht die Rechnung anders aus. Sechs Unterseiten kosten bei uns einmalig 1.400 €, das Buchungssystem monatlich 99 €, Hosting und Pflege monatlich ab 29 € — und die 290 € für die Einrichtung werden in dieser Zusammenstellung nicht berechnet. Spätere Änderungen an der Website, etwa eine neue Behandlung oder geänderte Preise, setzen wir zum Festpreis um und legen das Angebot vorher vor. Alle Pakete stehen auf /preise, die Live-Demo des Buchungssystems unter /terminbuchung.
Fazit
Der Einstieg kostet wenig, der Alltag entscheidet. Für ein Kosmetikstudio hängt der reale Preis nicht an der Zahl der Termine, sondern an zwei Funktionen: Anzahlung und getrennt buchbare Kabinen. Wer beides braucht, landet nach den Listenpreisen bei rund 40 bis 70 € brutto im Monat — und ist bei einem Anbieter mit Zahlungs- und Ressourcenmodul richtig, denn beides haben wir nicht. Wer stattdessen Einwirkzeiten, Nachbereitung, Warteliste und Kundenkartei braucht, zahlt bei uns 99 € als Festpreis, ohne Staffelung nach Mitarbeiterinnen. Rechnen Sie den Betrag gegen Ihren Deckungsbeitrag pro Behandlung, nicht gegen den Behandlungspreis. Dann sehen Sie in zwei Minuten, ob sich das für Ihr Studio trägt.
Häufige Fragen
Reine Buchungssysteme starten bei rund 12 bis 17 € im Monat, wobei die niedrigsten Werte an eine Jahreszahlung gebunden sind. Beauty-Komplettsysteme setzen höher an: Shore ruft für den Booking-Tarif 59,90 € netto auf, 49,90 € bei jährlicher Zahlung (Stand: Juli 2026, laut Preisseite). Studios, die eine Anzahlung verlangen und eine zweite Kabine buchbar machen wollen, liegen nach den Listenpreisen bei rund 40 bis 70 € brutto und brauchen einen Anbieter mit Zahlungs- und Ressourcenmodul — beides bietet unser System nicht. Unser Festpreis beträgt 99 € im Monat, hinzu kommt eine einmalige Einrichtung für 290 €, die bei gleichzeitiger Website-Buchung entfällt.
Weil die Zahlungsfunktion bei mehreren Anbietern nicht im Einstiegstarif liegt. Bei cituro gehören Online-Bezahlung und Gutscheine laut Preisseite zum Standard-Tarif, also 29 € monatlich statt 19 € im Basic-Tarif (jeweils zzgl. MwSt.). Bei Shore ist die Vorabzahlung per Karte bereits im Booking-Tarif genannt, der bei 59,90 € netto beginnt. Bei uns stellt sich die Frage nicht: MDE Booking hat keine Zahlungsfunktion, eine Anzahlung lässt sich damit nicht verlangen. Wer darauf angewiesen ist, sollte einen Anbieter mit Zahlungsmodul wählen.
Bei den meisten Systemen ja, sobald beide Kabinen unabhängig voneinander buchbar sein sollen. cituro schreibt dazu ausdrücklich, dass für jede an einem Termin beteiligte Ressource ein Kalender nötig ist — Person, Raum oder Gerät. Jeder weitere Kalender kostet dort je nach Tarifstufe unterschiedlich viel: im Basic-Tarif 5 € monatlich (4 € bei jährlicher Zahlung), im Standard-Tarif 6 €. Unser System kennt diese Trennung nicht: Es plant nach Mitarbeiterinnen, nicht nach Räumen oder Geräten. Zwei Kabinen als getrennt buchbare Ressourcen lassen sich damit nicht abbilden.
Gerade dann — allerdings anders gerechnet, als man denkt. Maßstab ist nicht der Behandlungspreis, sondern der Deckungsbeitrag: was nach Material und Produktverbrauch übrig bleibt. Teilen Sie die Jahreskosten durch diesen Wert, dann sehen Sie, wie viele zusätzliche Behandlungen das System bringen muss. Bei einem frei gewählten Deckungsbeitrag von 70 € pro Behandlung wären das rund 21 zusätzliche Termine im ersten Jahr.
Ja, über einen Buchungslink im Profil — das funktioniert unabhängig vom Anbieter. Wichtig ist, dass derselbe Kalender auch auf Ihrer Website und im Google-Unternehmensprofil hängt, damit Sie nicht zwei Belegungen parallel führen.
Sie wollen sehen, wie sich Einwirkzeiten, Nachbereitung und eine Warteliste in einem Kalender abbilden lassen? Probieren Sie die Demo auf /terminbuchung aus; was das kostet, steht auf /preise. Für eine Einschätzung zu Ihrem Studio genügt eine Nachricht über /kontakt.