Ratgeber

Was kostet Online-Terminbuchung für Friseure?

Stand: Juli 2026

Online-Terminbuchung für einen Friseursalon kostet bei den meisten Anbietern zwischen 20 und 100 € im Monat, je nach Funktionsumfang. Bei MDE Digital liegt der Preis bei 99 € pro Monat inklusive aller Funktionen, dazu einmalig 290 € für die Einrichtung. Damit ist von Anfang an klar, was ankommt — ohne versteckte Zusatzkosten pro gebuchtem Termin.

Warum die Preise so unterschiedlich sind

Der Einstieg ist tatsächlich günstig: cituro nennt für den Tarif Basic mit einem buchbaren Kalender 19 € im Monat (17 € bei jährlicher Zahlung), studiolution für das Paket „Uschi“ 27,95 € bei einer Person — Nettopreise laut Preisseiten, abgerufen am 27. Juli 2026. Der beworbene Preis gilt aber fast immer für genau einen Kalender; jeder weitere Stuhlplatz kostet extra, bei cituro je nach Tarif 5 bis 8 €, bei studiolution 2,95 € pro Person. Rechnen Sie es nach: cituro Professional mit drei Kalendern sind 39 € + 2 × 7 € = 53 € netto, rund 63 € brutto; Time Globe verlangt im Paket S für 1–3 Mitarbeiter 49 € netto, mit Salon-App 78 € netto, dazu einmalig 199 € Einrichtung. Ein Salon mit zwei oder drei Stuhlplätzen landet damit bei etwa 40 bis 90 € brutto im Monat — je nachdem, welche Module dazukommen.

Andere Anbieter berechnen Gebühren pro Buchung oder binden länger: Terminbuch.de rechnet 4,90 € Grundgebühr plus 0,30 € je Kundenbuchung ab (gedeckelt bei 59 € im Monat, netto), Shore nennt zwölf Monate Grundlaufzeit, Time Globe 24 Monate. Das sind unterschiedliche Preismodelle, keine Fallen — man sollte sie beim Vergleich nur kennen. Und ein Grund für die Spanne nach oben: Salonsoftware ist als Gattung teurer als ein branchenneutrales Buchungstool, weil sie meist Kasse, TSE und Kundenbindung mitbringt; wer nur einen Kalender braucht, findet generische Werkzeuge ab rund 12 bis 14 € im Monat.

Was im Preis von 99 € enthalten ist

Bei MDE Digital ist der monatliche Preis von 99 € ein Festpreis ohne Zusatzkosten pro Buchung:

  • Online-Terminkalender: jederzeit buchbar, rund um die Uhr.
  • Kundenkartei: mit vollständiger Buchungshistorie.
  • Warteliste: für ausgebuchte Termine.
  • Newsletter-Funktion: für Aktionen und Erinnerungen.

Dazu kommt einmalig 290 € für die Einrichtung. In diesem Betrag steckt die komplette Konfiguration: Dienstleistungen, Öffnungszeiten, Mitarbeiterkalender und die Anbindung an Ihr Google-Unternehmensprofil, damit Kundschaft direkt aus der Google-Suche heraus buchen kann.

Lohnt sich das für einen kleinen Salon?

Ein Termin, der wegen eines verpassten Anrufs gar nicht erst zustande kommt, taucht in keiner Auswertung auf — und ist trotzdem der eigentliche Gegenwert eines Buchungssystems. Wer regelmäßig Anrufe während der Arbeit am Kunden verpasst oder abends keine Buchungen mehr annehmen kann, verliert genau solche Termine an einen Salon, der rund um die Uhr buchbar war. Ob sich das System trägt, entscheidet sich daran, wie viele davon zurückkommen und was von jedem einzelnen übrig bleibt.

Konkret gerechnet: 99 € im Monat sind 1.188 € im Jahr, im ersten Jahr kommt die einmalige Einrichtung von 290 € hinzu — zusammen also 1.478 € im ersten Jahr. In Kombination mit einem Website-Paket entfällt die Einrichtung, dann bleibt es auch im ersten Jahr bei 1.188 €. Gegenrechnen sollten Sie diese Summe aber nicht mit dem Umsatz einer Behandlung, sondern mit dem, was davon nach Material, Arbeitszeit und Anteil an Miete und Energie übrig bleibt: dem Deckungsbeitrag. Ein frei gewähltes Rechenbeispiel, das Sie durch Ihre eigenen Werte ersetzen sollten: Bleiben von einer Behandlung für 50 € am Ende 20 € übrig, sind für 1.478 € rund 74 zusätzliche Termine im Jahr nötig, gut sechs im Monat; bleiben 30 € übrig, sind es rund 50 im Jahr. Ab dem zweiten Jahr fällt die Einrichtung weg und die nötige Zahl sinkt. Setzen Sie Ihre eigene Kalkulation ein — dann ist das Ergebnis keine Werbeaussage mehr, sondern Ihre Zahl.

Gerade für Salons im Kreis Altenkirchen und im Westerwald, wo die Kundschaft häufig aus der näheren Umgebung kommt und Empfehlungen über Google und persönliche Weiterempfehlung eine große Rolle spielen, zahlt sich außerdem die Sichtbarkeit im Google-Unternehmensprofil aus — Buchungen laufen dort direkt ohne Umweg über die eigene Website.

Was Online-Terminbuchung im Alltag verändert

Der finanzielle Effekt ist der eine Teil, der organisatorische der andere. Ohne festes System landen Terminanfragen auf Zetteln, im Kopf oder verstreut über WhatsApp-Nachrichten, die während eines Haarschnitts leicht untergehen. Ein zentraler Online-Kalender bündelt alle Anfragen an einer Stelle, unabhängig davon, ob jemand über Google, die eigene Website oder Instagram bucht.

Automatische Terminerinnerungen reduzieren zusätzlich die Zahl der Kundinnen und Kunden, die einen Termin schlicht vergessen — ein Effekt, der sich direkt in weniger Leerlaufzeiten am Stuhl niederschlägt. Die Kundenkartei wiederum macht es einfacher, Stammkundschaft gezielt anzuschreiben, etwa wenn ein Termin länger zurückliegt als üblich.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Neben dem reinen Preis lohnt sich ein Blick auf drei Punkte: Gibt es Kosten pro Buchung, die bei hohem Kundenaufkommen ins Gewicht fallen? Ist eine Mindestlaufzeit vorgeschrieben, die eine spätere Kündigung erschwert? Und ist die Anbindung an das Google-Unternehmensprofil enthalten, oder muss diese separat eingerichtet werden? Diese drei Fragen entscheiden oft mehr über die tatsächlichen Kosten als der monatliche Grundpreis allein.

Kombination mit Website oder Hosting

Wer bereits eine Website plant oder eine neue braucht, kann Online-Terminbuchung und Website kombinieren: 1.400 € einmalig für die Website plus 99 € im Monat für die Terminbuchung — die sonst fällige Einrichtungsgebühr von 290 € entfällt in dieser Kombination. Für laufendes Hosting und Pflege der Website kommen ab 29 € im Monat dazu. Was eine Website insgesamt kostet, schlüsseln wir im Ratgeber zu Website-Kosten auf.

Fazit

99 € im Monat plus 290 € einmalige Einrichtung ist ein realistischer, planbarer Preis für ein vollständiges Online-Terminbuchungssystem ohne versteckte Zusatzkosten pro Buchung. Ob es sich rechnet, kann jeder Salon selbst nachrechnen: Jahresbetrag geteilt durch den Deckungsbeitrag einer Behandlung ergibt die Zahl zusätzlicher Termine, die das System bringen muss — besonders für Salons, die online noch nicht gut sichtbar sind, geht diese Rechnung meist auf.

Häufige Fragen

99 € im Monat als Festpreis inklusive aller Funktionen, dazu einmalig 290 € für die Einrichtung. Keine Zusatzkosten pro gebuchtem Termin.

Online-Terminkalender, Kundenkartei mit Buchungshistorie, Warteliste für ausgebuchte Termine und Newsletter-Funktion für Aktionen und Erinnerungen — alles im Festpreis, ohne Gebühr pro Buchung.

Ja. Wer Online-Terminbuchung zusammen mit einer neuen Website bucht (ab 1.400 €), zahlt die sonst fällige Einrichtungsgebühr von 290 € nicht zusätzlich.

Rechnen Sie nicht mit dem Umsatz einer Behandlung, sondern mit dem Deckungsbeitrag — dem, was nach Material, Arbeitszeit und Anteil an Miete und Energie übrig bleibt. 99 € im Monat sind 1.188 € im Jahr, im ersten Jahr kommen 290 € Einrichtung dazu, zusammen 1.478 € (in Kombination mit einem Website-Paket entfällt die Einrichtung). Frei gewähltes Rechenbeispiel: Bleiben von einer Behandlung 20 € übrig, sind rund 74 zusätzliche Termine im Jahr nötig, gut sechs im Monat. Mit Ihrer eigenen Kalkulation fällt die Zahl anders aus.

Vor allem auf drei Punkte: Gebühren pro Buchung, vorgeschriebene Mindestlaufzeiten und ob die Anbindung an das Google-Unternehmensprofil im Preis enthalten ist oder separat eingerichtet werden muss.

Sie möchten wissen, was Online-Terminbuchung für Ihren Salon konkret kostet? Alle Preise finden Sie unter /preise, oder Sie schreiben uns direkt über /kontakt — wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich der Umstieg für Sie lohnt.