Ratgeber

Wo kann ich eine Website kaufen? Anbieter, Preise und Fallstricke

Stand: Juli 2026

Eine Website „kaufen“ können Sie auf vier Wegen: als Baukasten-Abo (eher mieten als kaufen, ab ca. 10–40 €/Monat), über eine Freelancer-Plattform (ab wenigen hundert Euro, mit Glückssache), bei einem Webdesigner oder einer Agentur aus Ihrer Region (meist 700–5.000 € zum Festpreis) — oder als fertiges Template zum Selbstbefüllen. Welcher Weg passt, hängt an Budget, Anspruch und daran, wem die Seite am Ende gehören soll.

Die vier Wege im Überblick

WegKosten (realistisch)Für wen geeignet
Baukasten-Abo (Wix, Jimdo & Co.)ca. 150–400 €/Jahr, dauerhaftSelbermacher mit Zeit, einfache Info-Seiten
Freelancer-Plattform (Fiverr & Co.)ca. 300–1.500 € einmaligPreisbewusste mit klaren Vorstellungen und Risikobereitschaft
Webdesigner / Agentur regionalca. 700–5.000 € einmaligBetriebe, die Kunden über die Website gewinnen wollen
Fertig-Templateca. 30–200 € + viel EigenarbeitTechnisch Versierte, die nur das Design kaufen wollen

Weg 1: Baukasten-Abo — mieten statt kaufen

Bei Wix, Jimdo, Squarespace oder den Baukästen der Hosting-Anbieter kaufen Sie streng genommen nichts: Sie mieten die Website. Solange Sie zahlen, läuft sie; kündigen Sie, ist sie weg — mitnehmen lässt sich eine Baukasten-Seite praktisch nicht. Dafür starten Sie günstig und ohne Technikwissen. Ob sich das gegen das Selberbauen rechnet: Website selbst erstellen oder machen lassen?

Weg 2: Freelancer-Plattformen — günstig mit Streuung

Auf Plattformen wie Fiverr oder Upwork bekommen Sie Websites ab wenigen hundert Euro. Es gibt dort gute Leute — aber Sie kaufen auf Distanz: Briefing schriftlich, Zeitzonen, Qualität erst am Ende sichtbar. Häufige Probleme aus der Praxis: Impressum und Datenschutz passen nicht zu deutschem Recht, niemand kümmert sich nach der Übergabe, und für Änderungen beginnt die Anbietersuche von vorn.

Weg 3: Webdesigner oder Agentur aus der Region

Der klassische Kauf: Ein fester Ansprechpartner setzt sich mit Ihrem Betrieb auseinander, Sie bekommen die Website zum Festpreis und sie gehört danach Ihnen. Regional hat dabei einen echten Vorteil: Man kennt Ihre Kundschaft, man trifft sich persönlich, und für spätere Änderungen gibt es eine Telefonnummer statt eines Tickets. Seriöse Anbieter nennen Preise transparent — bei uns z. B. ab 690 € für einen Onepager, ab 1.400 € für eine vollständige Website.

Weg 4: Fertige Templates

Auf Marktplätzen wie ThemeForest kaufen Sie für 30–200 € ein fertiges Design — aber nur das Design. Einrichten, Texte, Bilder, Rechtliches, Hosting und Google bleiben bei Ihnen. Für technisch Versierte ein fairer Deal, für alle anderen der Weg mit den meisten unterschätzten Stunden.

Vor dem Kauf: die 5-Punkte-Checkliste

  • 1. Eigentum: Laufen Domain und Website nach dem Kauf auf Ihren Namen? Wenn nein: Finger weg — sonst gehört Ihre Web-Adresse dem Dienstleister.
  • 2. Festpreis: Steht der Endpreis vor Projektstart fest, inklusive aller Seiten und Funktionen? „Nach Aufwand“ wird bei Websites selten günstiger.
  • 3. Folgekosten: Was kostet der Betrieb ab Jahr 2 — Hosting, Pflege, Änderungen? Lassen Sie sich die Zahlen vorab geben.
  • 4. Recht & Datenschutz: Sind Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Thema für deutsches Recht sauber gelöst? Das ist keine Kür, sondern Abmahnschutz.
  • 5. Google von Anfang an: Gehören Google-Unternehmensprofil, Search Console und lokale Suchbegriffe zum Paket? Eine Website ohne Sichtbarkeit ist Deko.

Was kostet eine gekaufte Website?

Die ehrliche Spanne für kleine Betriebe: rund 700 bis 5.000 € einmalig, je nach Umfang — plus laufende Kosten für Hosting und Pflege. Die ausführliche Aufschlüsselung mit allen Posten: Was kostet eine Website? Unsere eigenen Preise stehen offen auf der Preisseite.

Häufige Fragen

Ein Template oder einen Gratis-Baukasten: ja. Eine fertige, rechtssichere Betriebs-Website mit eigenen Texten und Google-Einrichtung: realistisch nicht. Unter ca. 500 € zahlt immer jemand drauf — meist Sie, mit Ihrer Zeit oder mit einer Seite, die niemand findet.

Gekauft (einmaliger Festpreis, Seite gehört Ihnen) rechnet sich fast immer ab dem zweiten oder dritten Jahr gegenüber Abo-Modellen — und Sie sind nicht an einen Anbieter gekettet. Mieten lohnt nur, wenn Sie mit minimalem Startbudget testen wollen.

Bei einem seriösen Webdesigner: ja — Domain, Inhalte und Dateien laufen auf Ihren Namen, das sollte im Angebot stehen. Bei Baukasten-Abos dagegen nie: Dort mieten Sie, und die Seite existiert nur, solange Sie zahlen.

Preislich oft wenig — der Unterschied ist Verbindlichkeit: Erreichbarkeit nach dem Projekt, feste Ansprechpartner, Pflege und Updates. Fragen Sie konkret: „Wer hilft mir in einem Jahr, wenn ich eine Änderung brauche, und was kostet das?“

Sie überlegen, eine Website zu kaufen? Unsere Preise stehen offen auf der Preisseite — oder Sie schreiben uns über /kontakt und bekommen ein Festpreis-Angebot ohne Kleingedrucktes.